Präsenz im Alltag - Fühlend an der Bushaltestelle

Wie oft am Tag läufst du wie automatisiert durch die Welt, ohne wirklich zu fühlen, was in deinem Körper gerade passiert? Wie oft hältst du inne, lauschst auf deinen Atem oder spürst in deinen Körper hinein?

 

So oft eilen wir von einem Termin zum nächsten, blicken nicht mehr von unseren Smartphones auf, essen noch schnell etwas im Gehen oder trinken einen Cappucchino-to-go. Wenn wir abends müde ins Bett fallen und wieder einmal das Gefühl haben, der Tag ist an uns vorbei gezogen ohne dass wir wirklich anwesend waren, ist es vielleicht an der Zeit, Achtsamkeit und Bewusstheit in deinem Alltag zu integrieren.

 

Wir haben die Wahl und können uns bewusst dafür entscheiden, nicht auf unser Smartphone zu starren, während wir auf den Bus warten. Stattdessen: spüre deine Füße, wie sie den Boden berühren. Bewege deine Zehen wenn es dir hilft, diese besser wahrzunehmen. Schaue den Menschen in die Augen, die an dir vorbeilaufen - vielleicht schenkt dir jemand ein Lächeln? Strecke und recke dich - bewege deine Schultern oder deinen Kopf.

 

Achtsamkeit im Alltag lässt sich ganz einfach üben. Versuche, präsent und aufmerksam bei dem zu sein was du gerade tust. Sei es Geschirr spülen, Wäsche waschen oder Gurke schneiden. Führe jede Handbewegung bewusst und mit Aufmerksamkeit durch. Versuche das Gefühl "schnell fertig werden zu wollen" im Körper zu finden, wie fühlt sich das an? Bist du gedanklich schon bei dem nächsten, was noch zu tun ist?

 

Sobald dir bewusst wird, dass du unbewusst bist oder du hektisch eilend durch die Welt gehst, halte inne. Bleib stehen. Schenk dir ein paar tiefe Atemzüge, spüre wie dein Brustkorb sich weitet und deine Aufmerksamkeit nach innen wandert.

 

Eine schöne Übung in der Öffentlichkeit ist es auch, sich mit seinem Beckenbodenmuskel (PC-Muskel) zu verbinden und ganz entspannt seine Übungen zu machen. Alternativ kannst du dich auch mit deinem Anus verbinden und den Schließmuskel trainieren. Und keiner ahnt, was du so alles mit dir selbst treibst .....

 

Durch diese kleinen Momente, die du dir selbst schenkst ohne dass es jemand mitbekommt (es sei denn du fängst an in der U-Bahn zu tanzen :-) ) wird sich deine komplette Selbst-wahrnehmung im Alltag verändern. Du wirst bewusster und verkörpert durch die Welt laufen, vielleicht ein paar Schritte entschleunigt.....

 

Schließ jetzt die Augen und schenke dir drei tiefe Atemzüge, bevor du weiterklickst.

 

Spürst du die Verbindung zu dir?